Lösungsorientierte Körpertherapie - wann ist sie hilfreich?

Von der Physiotherapie zur "lösungsorientierten Körpertherapie"

Klassische Physiotherapie (vormals Krankengymnastik)

Im Laufe der Jahre, in denen ich als Krankengymnastin gearbeitet habe, lernte ich, dass die Behandlungsmethoden der Physiotherapie in sehr vielen Fällen zur komplikationslosen Besserung und Heilung von Beschwerden beitragen oder deutliche Linderung bringen können.

Für viele Krankheitsbilder gibt es bewährte Behandlungspläne, nach denen sich Patienten und Therapeuten richten können und der Erfolg tritt rasch ein. Als Beispiel nenne ich typische Fälle: die Nachbehandlung einer Hüftoperation, haltungsbedingte Rückenbeschwerden oder eine steife Schulter.
Idealerweise sind am "Ende des Rezeptes" auch die Symptome zu Ende.

Oft ist es tatsächlich so - und das freut Patient und Therapeutin gleichermaßen.

Lösungsorientierte Körpertherapie

Manchmal lassen sich körperliche Beschwerden nicht durch schulmedizinische oder physiotherapeutische Methoden beheben. Dann frage ich mich zusammen mit dem Patienten und seinem Arzt, woran das liegen könnte. Irgendetwas scheint den üblichen, unkomplizierten Heilungsverlauf zu behindern. Die klassische Krankengymnastik ist ratlos, die Behandlungen hinterlassen keine anhaltende Wirkung, die empfohlenen Übungen erscheinen nicht hilfreich, der Patient ist frustriert.

Die lösungsorientierte Körpertherapie hat sich in meiner Praxis zur Lösung chronischer Beschwerden als sehr hilfreich erwiesen. Es gibt weder einen fertigen Behandlungsplan noch eine bestimmte Behandlungstechnik, und es gibt auch kein festgelegtes Ziel.

Körpersignale

Irgendetwas scheint den üblichen, unkomplizierten Heilungsverlauf zu behindern. Meistens handelt es sich hier um länger bestehende, chronische Begleiter wie z.B: Migräne, Reizdarmsyndrom, wiederkehrende Muskel- oder Gelenkbeschwerden oder andere „Störenfriede“.

Signale der Seele

Manchmal, während belastender äußerer oder innerer Lebensphasen, fühlt man sich innerlich oder äußerlich blockiert. Das Gedankenkarussel dreht sich, ohne dass sich Lösungen zeigen, und man hat Stress. Der Körper fühlt sich starr und unbeweglich an. Einerseits ist der Patient erschöpft, andererseits fällt es ihm schwer, zur Ruhe zu kommen.

Was kann lösungsorientierte Körpertherapie bewirken?

Zunächst wird der IST-Zustand besprochen und überlegt, was fehlt, damit der Patient sich wohler und ausgeglichener fühlen kann.
Die Behandlung dauert eine Stunde. Gemeinsam mit dem Patienten gehe ich auf Entdeckungsreise in die Tiefe - dorthin, wo sich Körper und Seele berühren. Ich fühle von außen die Gewebsschichten, Muskeln und Bewegungen, und die Patienten spüren gleichzeitig von innen hinein.
Ich nutze die verschiedensten Massageformen und passe diese immer wieder an die aktuellen Bedürfnisse des Körpers an. Dabei lasse ich viel Zeit zum Nachspüren und warte, bis sich die betroffenen Körperbereiche wirklich entspannen können.

Nach und nach kommt es zu einer vegetativen Umstimmung, das heißt, der gesamte Organismus stellt sich vom Stressmuster auf Entspannung um. Diese Veränderung wird von den Menschen, die zu mir kommen als sehr wohltuend erlebt.
Eingerahmt wird die Behandlung durch beratendes Gespräch.